Mastodon

Erfahrungsbericht: Webseiten von AWS zu IONOS – Kosten um über 80 % gesenkt

Ein Projekt aus unserer Praxis als IT-Dienstleister.

Die Ausgangslage

Ein Kunde von uns betrieb seine Webseiten auf Amazon AWS – mehrere EC2-Instanzen hinter einem Load Balancer. Ein Aufbau, der sich zunächst als praktisch, skalierbar und vor allem konkurrenzfähig erwies: In den ersten Jahren lagen die Kosten bei nur rund 7–8 € pro Monat.

Die Kostenexplosion

2019 begannen die Kosten zu steigen – auf rund 36 € im Monat. Das war noch erklärbar. Doch 2020 bis 2022 erreichten die AWS-Kosten ihren Höhepunkt: zwischen etwa 4.000 € und 5.400 € pro Jahr (bis zu 450 € im Monat) – nahezu das 60-Fache der Anfangsjahre.

ZeitraumJahreskosten (AWS)Anmerkung
2017–2018≈ 80–90 €/JahrSehr günstig, konkurrenzfähig
2019≈ 430 €Beginnender Anstieg
2020≈ 3.966 €Sprung auf vierstellige Beträge
2021≈ 4.569 €Höhepunkt; Spikes meist durch große Kampagnen
2022≈ 5.382 €Höchster Jahreswert
2023≈ 3.445 €Letzte AWS-Zahlung Anfang August; danach Kampagnen reduziert, Wechsel eingeleitet

Das Brisante: Wir haben die Ursache intensiv recherchiert – ohne Ergebnis. Weder ein exorbitant erhöhter Traffic noch ein gestiegener Speicherplatzverbrauch ließen sich mit den Kosten in Korrelation bringen. Die Rechnungen stiegen, die Lastdaten taten es nicht. Ein Zustand, der ein planbares Budget für den Kunden unmöglich machte.

Der Umzug zu IONOS

Der Kunde entschloss sich, die Webseiten zu einem deutschen Anbieter zu verlegen – zu IONOS.

Stufe 1: Gleicher Aufbau, rund 90 € im Monat

Zunächst spiegelten wir den bisherigen Aufbau: vergleichbare Instanzen, ebenfalls hinter einem Lastverteilungs-Setup. Das Ergebnis war unmittelbar spürbar – von bis zu 450 € im Monat bei AWS auf rund 90 € im Monat bei IONOS, also unter ein Fünftel der höchsten AWS-Kosten.

Stufe 2: Optimierter Aufbau, 30 € im Monat

In einem zweiten Schritt stellten wir die Infrastruktur auf einen angepassten, effizienteren Aufbau um. Das reduzierte den Monatstarif nochmals auf 30 € – insgesamt nur noch ein Bruchteil der AWS-Kosten.

Das Ergebnis

  • Kosten von bis zu 450 €/Monat (5.382 € im Spitzenjahr 2022) auf 30 €/Monat gesenkt – rund 93 % Ersparnis
  • Volle Kostentransparenz und Planbarkeit durch einen deutschen Anbieter
  • Die Webseiten laufen heute besser als je zuvor – bei Lastspitzen ebenso wie im Tagesgeschäft

Unser Fazit

Cloud-Giganten sind nicht per se günstig. Wenn die Kosten steigen, ohne dass sich Traffic oder Ressourcenverbrauch entsprechend entwickeln, lohnt sich ein kritischer Blick – und mitunter ein Wechsel. Die Migration war überschaubar, die Ersparnis ist erheblich und dauerhaft.

Sie betreiben Webseiten in der Cloud und fragen sich, ob Ihre Kosten noch in Relation zur Leistung stehen? Sprechen Sie uns an – wir analysieren Ihre Infrastruktur unverbindlich.

Schreibe einen Kommentar